Runbow

[Review] Runbow

Viele Farben, schnelle Action und ein knackiger Schwierigkeitsgrad. So könnte man Runbow schnell und einfach jeden erklären. Der Debut Titel von den Entwicklern 13AM Games hat schon viel Lob auf der Wii U bekommen. Nun wurde der Titel auch auf den heutigen Konsolengenerationen veröffentlicht. Ob Runbow auch hier überzeugen kann, klären wir im Test.

Farbige Action

Runbow ist ein Multiplayer Plattform Titel. Eure Aufgabe ist es, das Ende des Levels zu erreichen ohne zu sterben.

Die Story ist schnell erzählt, die Antagonistin Satura ist gänzlich ohne Farbe geboren worden und ist auf Hue und Val wütend, dass sie von deren Rennen ausgeschlossen worden ist. Daraufhin beschließt Satura, Unheil im Poster District aufkommen zu lassen. Jetzt müssen Hue und Val die Probleme wieder gerade biegen und zahlreich Level bestreiten.

Es werden euch Abgründe, Feinde, Wasser oder Lava in den Weg stellen, sodass ihr den Pokal, am Ende jeden Levels, nicht erreichen werdet. Auf verschieden farbige Plattformen bahnt ihr euch den Weg durch das Level, in der Hoffnung, dass ihr euch das farbige Muster im Hintergrund eingeprägt habt.

Ja ihr habt richtig gelesen, denn hier kommt das besondere Feature von Runbow zu tragen. Im Hintergrund jeder Welt verändert sich ständig die Farbe. Sollte nun, der Hintergrund und die Plattform gleichfarbig sein, verschwindet diese und ihr könnt nicht mehr darauf landen. Bewegt sich der Farbvorhang im Hintergrund aber weiter und die Farben passen nicht mehr zusammen, ist die Plattform wieder da und ihr könnt beruhigt darauf landen. Die Farbänderungen kommen ganz unterschiedlich vor. So habt ihr am Anfang nur zwei Farben, die sich abwechselnd von oben nach unten ändern. Je weiter ihr im Spielverlauf vorankommt, desto herausfordernder wird das Spiel.

So gibt es Ebenen wo Wasserfälle vorkommen und da fängt es an chaotisch zu werden. Habt ihr am Anfang noch eindeutige Farbwechsel wie zum Beispiel von Blau auf Rot, so sind diese bei den Wasserfällen nicht mehr so einfach. Hierbei habt ihr die verschiedensten Blautöne im Hintergrund und auf den Plattformen verteilt. Gleichzeitig müsst ihr nach oben Dashen um an das Ende zu gelangen. Da wird die Auffassungsgabe auf eine harte Probe gestellt.

Runbow
Typisches Wasserfall Level

Ihr müsst euch nicht nur den Ablauf des Levels merken, sondern immer auch ein Auge auf die Hintergrundfarbe haben. Die Level dauern meist nie länger als eine Minute, bis man aber letztendlich die Stage geschafft hat, braucht man weitaus mehr als eine Minute.

Extreme Level

Der Level Abschluss wird immer mit ein bis drei Medaillen gewürdigt. Diese sind von der benötigten Zeit bis zum Erreichen des Pokals abhängig. Die Perfektionisten unter euch, werden sich mit Runbow lange beschäftigen müssen, denn es gibt mehr als hundert Level im Story Mode. Die Level bestehen nicht nur aus simplen „Laufe von A nach B“ Varianten, denn in machen Abschnitten müsst ihr eine bestimmte Anzahl an Gegner besiegen oder diverse Münzen einsammeln. Hierbei hat sich 13AM Games wirklich viel einfallen lasse. Das Leveldesign ändert sich immer, sodass jede Stage eine Herausforderung bleibt. Auch wenn der Glauben besteht, dass man das Spiel verstanden hat, Runbow wird euch das Gegenteil beweisen.

Runbow
An Umfang mangelt es bei Runbow nicht

Der Schwierigkeitsgrad ist über das gesamte Spiel fordernd. Es gab eine Stage mit dem passenden Namen „Extrem“ die mich zum Verzweifeln brachte. So musste mein Charakter auf einer schmalen Säule landen welche von Stacheln und Wasser umgeben ist. Diese Säulen verschwinden natürlich immer wieder und so ergibt es sich, dass mein Charakter entweder in die Stacheln oder in das Wasser fällt. Hatte ich das Glück, den ersten Abschnitt zu meistern, mussten drei weitere von derselben Sorte wiederholt werden aber ohne Pause. Aber glücklicherweise bin ich kein Perfektionist und das Spiel ermöglicht es mir trotzdem, das nächste Level zu spielen auch wenn das vorherige nicht geschafft worden ist.

Es gibt viel zu machen

Jeder Modus ist im Multiplayer mit bis zu acht Freunden spielbar. Diese Funktion sollte man auch benutzen, denn Runbow macht um einiges mehr Spaß, wenn man mit Freunden gemeinsam spielt. Bei dem Story Mode macht es am Anfang noch Spaß seine Teamkameraden von diversen Plattformen runter zu boxen. Wiederholt man aber das Level immer wieder, weil es zu schwer ist, verblasst dieses Spaßelement sehr schnell. Man möchte nur noch das Level schaffen und nicht sich gegenseitig behindern.

Neben dem Story Mode gibt es noch andere Modi. So müsst ihr beim King of the Hill einen definierten Punkt für sieben Sekunden halten. Eure Freunde haben aber durch verschiedene Items die Möglichkeit euch daran zu hindern. Man kann Boxhandschuhe bekommen, wohin euer Freund mit einem Schlag aus der Arena geworfen werden kann.

Ein weiterer Modus ist das direkte Rennen, hier müsst ihr gegeneinander antreten bis einer ans Ziel ankommt. Hierbei stehen euch die altbekannten Items wie Boxhandschuhe oder Teleportationen zur Verfügung.

In “Master the Bowhemoth” werdet ihr von einem Monster verschlungen und müsst euch den Weg im Inneren von dem Bowhemoth bahnen. Der Knackpunkt ist dabei, dass es keine Zwischenspeicherung gibt, sodass ihr dieses Adventure ohne zu sterben schaffen müsst.

Runbow
Viel zu machen

Alle Modi lassen sich individuell verändern. So könnt ihr einstellen wieviele Runden gespielt werden sollen oder ob euch gewisse Items zur Verfügung gestellt werden sollen. Auch besteht die Möglichkeit die Farbvarianten zu verändern. Wollt ihr knallige Farben oder Pastellfarben, Runbow lässt euch freie Hand.

Mit jedem absolvierten Run, egal ob im Story oder Arcade Mode, kann man verschiedenste Achievements, Zeichnungen oder neue Charakter bzw. Skins freischalten. So motiviert einen das Spiel sehr. Am Anfang habt ihr noch einen langweiligen Helden bzw. Heldin. Nach und nach bekommt ihr Verkleidungen wie den Holzfäller oder den Polizisten freigeschaltet. Seid ihr schon weiter im Spielverlauf, könnt ihr besondere Charaktere bekommen. Hierbei lassen sich eine Vielzahl an bekannten Helden sehen. Deswegen braucht man sich bei Runbow nicht wundern, wenn plötzlich Shantae aus Half Genie Hero gegen Juan aus Guacamelle und Rusty aus Steam World Dig kämpft.

Fazit

Es war fordernd, spaßig und verzweifelnd gleichzeitig. Wie man mit einem so einfachen Konzept überzeugen kann ist faszinierend. Man muss penibel auf die einzelnen Farben des Hintergrundes und der Plattformen achten, damit man nicht den virtuellen Tod findet.

Das Spielprinzip hat man schnell gelernt aber zum Meistern dauert es lange. Runbow ist die meiste Zeit ein fairer Titel, es gibt nur vereinzelte Passagen, die vermeindlich unfair gestaltet worden sind.

Durch die Fülle der verschiedenen Modi bekommt das Spiel eine hohe Langezeitmotivation. Die Steuerung ist schnell erklärt, sodass man bei spontanen Spieleabenden mit Freunden, schnell zum Zocken anfangen kann. Leider besteht bei Runbow nicht die Möglichkeit, leere Plätze mit CPU Gegner zu besetzen. Denn erst wenn alle Plätze voll besetzt sind, ist das Chaos perfekt und macht auch am meisten Spaß.

Runbow bietet alles was man sich wünscht, freischaltbare Skins, Achievements und Charaktere.

Ich kann das Spiel jedem ans Herz legen, der einen Spaß an schnelle Indie Plattformer hat. Eins der wichtigsten Kriterien muss man aber besitzen, keine Farbschwäche!

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