Audeze Maxwell

[Test] Audeze Maxwell – Gaming Headset

Mit dem Mobius, dem Penrose und auch dem LCD-GX hat sich Hersteller Audeze auch unter Gamern durchaus einen Namen machen können. Mit dem Audeze Maxwell präsentiert der US-Audiospezialist sein neuestes und viertes ausgewiesenes Gaming-Headset. Mit überzeugender Technik und einigen tollen Features möchte Audeze wieder mächtig punkten.

Audeze Maxwell – für PlayStation und Xbox

Auch das aktuellste Gaming-Headset aus dem Hause Audeze ist in einer Variante für PlayStation und Xbox erhältlich. Bedingt durch unterschiedliche Anforderungen, besonders in Hinblick auf eine kabellose Verbindung, sind die Headsets nur eingeschränkt mit der jeweils anderen Plattform kompatibel. Via Kabel kann man das Maxwell an der jeweils anderen Spielekonsole anschließen und verwenden, muss dann allerdings auf ein paar (tolle) Features verzichten.

Lieferumfang

In der schmucken Verpackung des Audeze Maxwell finden sich neben dem Funk-Dongle (USB-C), ein USB-C-Kabel (150 cm) und ein 3,5 Klinkenkabel (120 cm), sowie ein Adapterkabel (33 cm) von USB-C auf USB-A. Dazu gesellt sich das Mikrofon, neben Bedienungsanleitung und einem Sticker. Die Xbox-Version des Maxwell beinhaltet zusätzlich noch eine Dolby Atmos-Lizenz für Windows & Xbox.

  • Maxwell Headset
  • abnehmbares Mikrofon
  • USB-C Wireless Dongle
  • USB-C Kabel
  • USB-C zu USB-A Adapter Kabel
  • 3,5 mm TRRS Analogkabel
  • Quick Start Guide

Features & Ausstattung

  • Über 80 Stunden Akkulaufzeit mit Schnellladung (20 Minuten) für ganztägiges Spielen (volle 24 Stunden!)
  • Drahtlose Übertragung mit extrem niedriger Latenz und 3-facher Reichweite im Vergleich zu herkömmlichen 2,4 GHz
  • Erstklassiges Bluetooth 5.3 (unterstützt LE Audio, LC3plus, LDAC)
  • Führendes High-Resolution Audio mit bis zu 24-bit/96 kHz
  • Integrierte Dolby Atmos-Lizenz (nur Xbox-Version)
  • Komplett neues, verstärktes Gehäuse aus Aluminium und Stahl
  • FILTER Rauschunterdrückungstechnologie für klare Kommunikation
  • Preisgekrönte Audeze 90 mm Planar-Magnet-Treiber

Ersteindruck

Wenn man den Maxwell aus der Verpackung nimmt, hat man schon was in der Hand. Optik und Verarbeitung lassen das Maxwell auf den ersten Blick sehr robust wirken und die 90 mm Planar-Treiber machen einfach Eindruck. Das schöne ist, auf den zweiten Blick ist dieses Headset auch einfach sehr robust und stabil. Audeze hat sich diesmal scheinbar sehr darauf fokussiert der Optik einen etwas edleren Touch zu verleihen, als bei den vorherigen Modellen (das LCD-GX mal ausgenommen). Das fängt damit an, das man hier eine dezentere Farbgebung angewendet hat, geht damit weiter das überwiegend Metall verwendet wurde (nur die Hörschalen sind aus Kunststoff) und hört mit kleinen aber feinen Details auf, wie der Tatsache das man nicht mehr den Modellnamen auf die Außenseite der Hörschalen gedruckt hat. Abgesehen von dem blauen Audeze-Logo (bei der Xbox-Version ist es grün) ist das Ganze also eher dezent gehalten.

Audeze Maxwell

Alle Bedienelemente und auch Anschlüsse des Audeze Maxwell liegen auf der linken Ohrmuschel. Es gibt einen Schalter zur Stummschaltung des Mikrofons, der durch seine Riffelung gut zu ertasten ist und auch spürbar einrastet. Direkt darunter sitzt der Power-Button der zusätzlich noch mit Zusatzfunktionen belegt ist, wie zum Beispiel Play & Pause), oder das Pairing aktivieren. Hier hat Audeze das Konzept der vorherigen Modelle übernommen, hat sich scheinbar bewährt. Am unteren Rand gibt es noch ein Rädchen für Gesamtlautstärke und eines für den Game-Chat-Mix (ein oft heiß begehrtes Feature!). Auch diese beiden Regler können durch Doppelbelegungen weitere Funktionen aktivieren. Eine LED an der linken Hörmuschel gibt über verschiedene Farben, einen Hinweis über den aktuellen Verbindungsstatus. Wenn man sich an das Bedienkonzept gewöhnt hat, geht das leicht von der Hand und ist auch mit dem Headset auf dem Kopf kein Problem.

Audeze Maxwell

Tragekomfort

Einmal auf den Kopf gesetzt, schmiegt sich das Maxwell wunderbar an. Ich habe schnell eine optimale Einstellung gefunden, die sich auch stabil hält und perfekt sitzt. Die Ohrpolster aus Kunstleder sitzen auch sehr angenehmen und umschließen gut meine Ohren. Auch merke ich sofort, das Umgebungsgeräusche schon enorm abgedämpft werden. Im Gegensatz zum Penrose und dem Mobius, die sich ja optisch sehr stark ähneln, hat man dem Maxwell einen flachen Kopfbügel aus Metall spendiert und darunter ein etwas breiteres Kopfband gesetzt. Unter dem Kopfbügel gibt es noch eine zusätzliche Polsterung. Mit der passenden Einstellung merkt man wie sich das Gewicht über das Kopfband verteilt, zusätzlich ein Teil von den Ohrpolstern aufgefangen wird und man kaum bis keinen Kontakt mit dem Kopfbügel hat. Dadurch sitzt das Headset wirklich gut und angenehm, auch bei längeren Sessions. Für ganz große Köpfe lässt sich das Kopfband auch entfernen, dieses Szenario habe ich, ich hoffe ihr seht es mir nach, nicht durchgespielt. Das Audeze Maxwell ist mit 490 g jetzt kein absolutes Schwergewicht, gehört aber im Bereich der typischen Gaming Headsets schon zu den etwas schwereren Kandidaten. Die Produktdesigner haben es geschafft das dies überhaupt nicht ins Gew… – nein das Wortspiel kommt jetzt nicht – das dies nicht zum Kritikpunkt wird.

Audeze Maxwell

Praxistest

Da mir für den Test die PlayStation-Variante vorliegt, habe ich den USB-Dongle dann auch direkt mal in die PlayStation 5 gesteckt und habe mal so geschaut was da so passiert bzw. ich habe intensiv gelauscht. Wenn ihr das Headset einschaltet, bekommt ihr von der netten Dame aus dem Headset ein “Power on” zu hören und sie nennt euch auch die aktuelle Verbindungsvariante, also z. B. “USB-Dongle”. Natürlich schenkt sie euch zum Abschied auch ein “Power off”. Dann habe ich Call of Duty: Moden Warfare II gestartet, um mich ein paar Runden über den Haufen schießen zu lassen. In der Grundeinstellung ist der Sound angenehm abgestimmt für dieses Genre, ich höre Gegnergeräusche, Schritte und Schüsse, auch die Sprachkommandos sind klar und sehr deutlich zu vernehmen. Die Umgebungsgeräusche der Map und auch eventuell Musikeinspielungen halten sich sehr zurück. Für etwas Kontrastprogramm erkunde ich dann mit Aloy ganz aktuell die Burning Shores und jage ein paar Maschinen. Hier wird mir dann die gute Räumlichkeit präsentiert und es macht Spaß, über die weiten Ebenen düsen. Dazu gesellen sich dann viele kleine Details, die einem einfach mal nebenher so auffallen und die man eventuell vorher gar nicht wahrgenommen hat. Auch bei der Basswiedergabe zeigt Audeze, das sich diese durchaus mit breiter Brust in Szene setzen kann und darf, ohne das direkt andere Details flöten gehen. Trotzdem bin ich dann in das Menü für die Soundeinstellungen des Spiels gegangen, hier lassen sich differenziert ein paar Anpassungen vornehmen und man kann wunderbar wahrnehmen, wie sich das Lautstärkeverhältnis der einzelnen Soundquellen verschiebt. Man sollte nicht vergessen, gutes Headset hin oder her, auch die Sound-Designer der Spiele trage ihren Teil zu einem tollen Spielerlebnis bei. Das Maxwell ist übrigens auch offiziell mit Tempest 3D Audio kompatibel. Bei der Xbox-Variante bekommt man als Alternative Dolby Atmos, die Lizenz ist ja inklusive.

Kommen wir nun zur Verbindung mit einem PC, wahlweise über den Dongle oder per direkter Bluetooth-Schnittstelle. Wem diese Möglichkeit zur Verfügung steht, der kann sich noch mal zusätzlich freuen, denn der kann auf die Software AudezeHQ zurückgreifen. Wie viele andere Hersteller auch, bietet Audeze damit quasi eine Art Kontrollzentrum für sämtliche Einstellungen des Headsets und die Möglichkeiten sind wirklich recht zahlreich und ausschweifend. Die Software ist erhältlich für PC und Mac, aber auch für iOS und Android. Mit dem Mobius und Penrose habe ich diese schon sehr häufig verwendet. Über die Software habt ihr dann die Möglichkeit, bis zur vier EQ-Presets abzuspeichern, die ihr dann auch wunderbar beim Einsatz an der Konsole verwenden könnt. Ich bin jetzt nicht so der Typ, der andauernd an den Einstellungen rumfummelt und für jedes Spiel da nachjustiert. Doch ganz praktisch ist es doch durchaus, wenn man auf Knopfdruck z. B. zwischen “Story-Game” oder “Multiplayer-Shooter” switchen kann, oder? Solltet ihr das Maxwell darüber hinaus auch zum Musik hören, oder Filme schauen nutzen wollen, solltet ihr euch auf jeden Fall mit dem Equalizer beschäftigen. Wobei Audeze hier schon einige recht sinnvolle, vordefinierte Profile zur Auswahl anbietet. Zusätzlich lässt sich in einem separaten Einstellungsmenü noch einstellen, nach welchem Zeitraum sich das Headset automatisch abschaltet, wie Laut die Dame im Headset euch ins Ohr sprechen darf und eine Maximallautstärke lässt sich hier festlegen. Abschließend sei hier noch erwähnt, dass man mit dem AudezeHQ auch Soft- und Firmware-Updates vornehmen kann.

AudezeHQ

Der beiliegende USB-Dongle ist, hat übrigens ein USB-C-Stecker und ist von der Größe her recht angenehm. Er ist relativ schmal und nicht zu lang. Ich erwähne das deshalb, weil ich zuletzt einige wirklich krasse Dongles gesehen habe (klingt irgendwie komisch, aber ich lasse das Mal so stehen). Gerade bei der PlayStation 5 kann ein zu breiter Dongle dafür sorgen das man auf der Vorderseite den zweiten USB-Port nicht mehr problemlos verwenden kann. Ja, man kann ein kleines Verlängerungskabel nehmen und ja, ich kann auch mit Sony schimpfen, dass da sicher noch ein Zentimeter mehr Abstand möglich gewesen wäre. Aber die Konsole ist aktuell wie sie ist und auch schon eine Weile auf dem Markt und wer mir ein ausgewiesenes PlayStation-Headset präsentiert, der muss auch seinen Dongle im Griff haben (klingt schon wieder komisch). Der Dongle, der dem Audeze Maxwell beiliegt passt auf jeden Fall haargenau, so das man an den benachbarten Post noch problemlos etwas anschließen kann – genug rumgedongelt. Darüber hinaus muss man auch die Qualität und besonders die Stabilität der Verbindung hervorheben. Auch in diesem Bereich gibt es öfter mal Überraschungen, nicht immer schöne. Ich bin im ganzen Haus mit dem Headset rumgelaufen und war sogar kurz im Garten und die Verbindung hielt. Sicher braucht man das nicht unbedingt in dieser Ausprägung, aber man darf nicht vergessen, dass man mit so einem Bluetooth-Headset ja auch gerne im Chat unterwegs ist, oder sogar telefoniert bzw. es vielleicht sogar für eine Videokonferenz verwendet. Da ist eine stabile und zuverlässige Verbindung schon was richtig Feines. Mit der Bluetooth Version 5.3 ist das Audeze Maxwell derzeit perfekt ausgestattet und dank Multipoint Bluetooth merkt es sich nicht nur Geräte, mit denen es bereits schon mal verbunden war, sondern verbindet sich problemlos mit zwei Endgeräten.

Audeze Maxwell Dongle
Oben Penrose, unten Maxwell (Ach guck mal, da steht ja der Name drauf!)

Wo wir aber schon bei Chat und Videokonferenzen waren, bliebe da ja noch zu prüfen was das Mikrofon leistet. Hier bietet Audeze, man kann mittlerweile sagen üblicherweise, bei den kabellosen Headset zwei Möglichkeiten an. Im Headset selber sind interne Mikrofone verbaut, die für den kurzen Einsatz mal eben gut zu gebrauchen sind. Wenn ihr es aber richtig fein haben wollt, dann nutzt ihr das beiliegende Bügelmikrofon. Das lässt sich nicht nur prima und stabil positionieren, sondern liefert auch eine wirklich vorzeigbare Sprachqualität. Dazu macht die hauseigene FILTER-Geräuschunterdrückung einen tadellosen Job!

Zum Abschluss des Tests wollt ihr sicher noch etwas zur Laufzeit des Akkus hören, die mit 80+ Stunden ja auch einen recht hohen Wert aufweist. Während beispielsweise SteelSeries bei den Spitzenmodellen auf einen zweiten Akku, mit paralleler Lademöglichkeit setzt, gibt es auch schon Hersteller die Laufzeiten jenseits der 100 Stunden bewerben. Allerdings sind solche Werte noch eher selten und meistens bei Mittelklassemodellen zu finden, mit verschiedenen Einschränkungen. Audeze hat hier also schon eine ordentliche Akkuleistung am Start, die sich sehen lassen kann. Witzigerweise muss ich gestehen, dass ich den Wert nur bedingt verifizieren kann, denn 80 Stunden sind eine verdammt lange Zeit. Bis ich auf die Idee kam die “Auto off”-Funktion im AudezeHQ zu deaktivieren, war der Testzeitraum schon fast vorbei. Zudem spielen ja auch noch einige Faktoren, wie Verbindung und Intensität der Nutzung eine Rolle. Da ich das Headset aber während des Tests, trotz regen Gebrauchs nicht aufgeladen habe, klingt der Wert für mich nicht nach übertriebenem Marketing. Sollte das Maxwell dann tatsächlich mal schlapp machen, heißt das Zauberwort “Schnellladefunktion”, denn auch die ist auf jeden Fall ein Highlight.

Fazit

So jetzt geht es ans Eingemachte, denn wir müssen reden. Es kann ja wohl nicht sein, dass man den Namen nicht auf das Headset schreibt, da hilft es auch nicht das man diesen diesmal auf dem USB-Dongle findet. Darüber hinaus finde ich es überhaupt nicht witzig ein Headset, ohne RGB-Beleuchtung auf den Markt zu bringen. Und da ihr mir den Quatsch eh nicht abkauft (hoffe ich!), kommen wir nun mal zur Wahrheit – ich bin schwer verliebt. Ich bin wirklich nicht der Typ, der gerne permanent in irgendwelchen Menüs rumfummelt, um den Sound zu justieren, um den Sound zu justieren, oder durch irgendwelche Presets hüpft. Aber was mir das Maxwell im Gaming-Bereich geboten hat, ist allererste Sahne und für mich persönlich die absolute Sahnelösung. Mit den zusätzlichen Features und den Einstellmöglichkeiten ist es aber eben auch für alle anderen einfach ein wahnsinnig gutes Headset und lässt kaum Wünsche offen. Mit einem regulären Preis von knapp 400€ ist es sicher kein Schnapper und reiht sich damit über dem Penrose, in die Region des Mobius ein. Das Gesamtpaket aus Sound, Verarbeitung und Funktionsumfang rechtfertigen den Preis aber allemal und sicher den Audeze Maxwell einen Platz bei unseren Kaufempfehlungen. Jeder der ein wirklich hervorragendes Headset sucht und bereit ist dafür etwas mehr auf den Tisch zu legen, sollte sich dieses Headset mal anschauen.

 

Wertungsbox 6 Meisterhaft

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Letzte Aktualisierung am 26.05.2024 um 13:54 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

2 Kommentare

    1. Hallo Sebastian,

      da ich nicht beide Versionen zur Verfügung hatte kann ich die das nur grob beantworten – es wird an der Xbox nur über die Kabelverbindung funktionieren. Und wenn wenn nicht eine separate Lizenz hast, dann bekommst du auch kein Dolby Atmos, da diese im Lieferumfang der PS-Version nicht enthalten ist.

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